Adenomyosis: Eine Umfassende Analyse (2023)

Einleitung

Adenomyosis, auch als Gebärmutteradenomyose bekannt, ist eine häufige gynäkologische Erkrankung, bei der endometriales Gewebe abnorm in die Muskelschicht der Gebärmutter, das Myometrium, eingewachsen ist. Dieser Artikel bietet eine gründliche Untersuchung dieser Erkrankung, einschließlich Epidemiologie, klinischer Präsentation, Pathologie, radiologischer Merkmale, Behandlung und Prognose.

Epidemiologie

Adenomyosis tritt klassischerweise bei Frauen im gebärfähigen Alter auf und wird häufiger bei Frauen mit einer Vorgeschichte von Gebärmutteroperationen beobachtet. Die Inzidenz variiert beträchtlich, abhängig von der histologischen Definition und den verwendeten bildgebenden Verfahren.

Klinische Präsentation

Die meisten Frauen mit Adenomyosis sind asymptomatisch, aber bei einigen können sich Symptome wie starke Regelblutungen, Schmerzen während der Menstruation, Dyspareunie, chronische Beckenschmerzen und Menometrorrhagie manifestieren.

Pathologie

Histologisch wird Adenomyosis durch das Vorhandensein von ektopischem endometrialem Drüsen- und Bindegewebe im Myometrium definiert. Die genaue Ursache ist unbekannt, aber es wird angenommen, dass die ektopischen Drüsen direkt in das Myometrium eindringen und zu Gefäßneubildung, Muskelhyperplasie und Hypertrophie führen.

Radiologische Merkmale

Bildgebende Befunde können variieren, wobei drei Formen - diffuse Adenomyosis, fokale Adenomyosis und Adenomyoma - unterschieden werden. Ultraschall und Magnetresonanztomographie (MRI) sind Schlüsselmodalitäten zur Diagnose.

Ultraschall

Obwohl der Ultraschall die primäre Methode zur Untersuchung von Menorrhagie und Dysmenorrhoe ist, können die Befunde variieren. Ektopische endometriale Drüsen, subendometriale echogene lineare Streifen, und Muskelhyperplasie sind charakteristisch.

MRI

Pelvic MRI ist die bevorzugte Modalität zur Diagnose und Charakterisierung von Adenomyosis. T2-gewichtete Bilder zeigen oft eine Verdickung der Übergangszone von ≥12 mm, während T1-gewichtete Bilder auf hämorrhagische Veränderungen hinweisen können.

Behandlung und Prognose

Die Behandlung hängt von der Schwere der Symptome und dem Wunsch nach Fruchtbarkeitserhaltung ab. Medikamentöse Unterdrückung der zyklischen Hormonstimulation kann in einigen Fällen ausreichend sein. Bei schweren Symptomen und fehlendem Kinderwunsch kann eine Hysterektomie erwogen werden.

Geschichte und Etymologie

Adenomyosis wurde erstmals 1860 von Rokitansky beschrieben und später von Von Recklinghausen im Jahr 1896 definiert. Die moderne Definition stammt aus dem Jahr 1972 von Bird et al.

Differentialdiagnose

Die Differentialdiagnose hängt von der makroskopischen Verteilung des endometrialen Gewebes ab. Sowohl diffuse als auch fokale Formen erfordern eine genaue Abgrenzung gegenüber normalen Zuständen, Leiomyomen, und möglichen malignen Tumoren.

Fazit

Insgesamt bietet dieser Artikel einen detaillierten Einblick in die Welt der Adenomyosis. Von der Epidemiologie bis zur Differentialdiagnose werden relevante Aspekte beleuchtet, um ein umfassendes Verständnis dieser häufigen, aber oft übersehenen Erkrankung zu fördern.

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Author: Tuan Roob DDS

Last Updated: 30/11/2023

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